Editorial - OUP 06/2025

Editorial

Rheumatoide Arthritis

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

durch die verbesserte medikamentöse Therapie sehen wir glücklicherweise immer weniger schwere Gelenkdeformitäten oder Sehnendefekte bei Patientinnen und Patienten mit rheumatoider Arthritis. Dennoch gibt es in der orthopädischen Praxis Patientinnen und Patienten mit teils schweren destruierenden Verlaufsformen, die einer operativen Therapie durch die Spezialistin bzw. den Spezialisten bedürfen, denn die Wiederherstellung oder Verbesserung der Gelenk- oder Sehnenfunktion folgt besonderen Kriterien und die Indikationsstellung bedarf einer langjährigen Erfahrung.

Auch die Möglichkeiten für chirurgische Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten sind mittlerweile aufgrund der geringeren Anzahl von betroffenen Patientinnen und Patienten auf wenige Fälle beschränkt.

Dieses Heft gibt daher einen aktuellen Überblick über die Behandlungsstrategien in der orthopädischen Rheumatologie.

Ausführlich dargestellt und diskutiert werden die Therapiestrategien bei juveniler rheumatoider Arthritis, die Bedeutung von gelenkerhaltenden Verfahren und der Synovialektomie an Gelenken und Sehnen, sowie die operativen und konservativen Möglichkeiten beim rheumatischen Befall von Händen und Füßen.

Darüber hinaus widmet sich ein Beitrag einem Thema, womit sich aktuell nicht mehr viele Kolleginnen und Kollegen auskennen und das dementsprechend häufig vernachlässigt wird – den rheumatisch bedingten Veränderungen an der Halswirbelsäule.

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht

 

Ihr

Guido Heers

Prof. Dr. med. Guido Heers

Vitos Orthopädische Klinik, Kassel

Prof. Dr. med.
Lars Victor von Engelhardt

Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin am Klinikum Peine &

Universität Witten/Herdecke

Hauptschriftleiter OUP

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