Übersichtsarbeiten - OUP 06/2025
AnkündigungDGORh-Zertifikate Rheumachirurgie
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
die Deutsche Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh) vertritt die Interessen der orthopädischen Rheumatologie und fördert in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Rheuma-Liga die Forschung, Krankenversorgung und orthopädisch-rheumatologischen Weiterbildung in Deutschland. An dieser Stelle danken wir den Vertreterinnen und Vertretern der DGORh für die Umsetzung und die nachfolgende, für uns wichtige Ankündigung.
Ihr Lars Victor von Engelhardt & Guido Heers
Die Rheumachirurgie wurde bisher im Rahmen der Zusatzweiterbildung Orthopädische Rheumatologie gelehrt. Bis zur Weiterbildungsordnung (WBO) von 2018 war hierin ein Op-Katalog integriert, welcher eine Ausbildung in der Rheumachirurgie sicherstellte. Mit der Neuausrichtung der nun vorwiegend konservativen Weiterbildung „Orthopädische Rheumatologie“ nach der WBO 2020 besteht nun die Gefahr, dass das sehr spezielle Wissen um die Rheumachirurgie nicht mehr gelehrt wird und mit dem Ausscheiden erfahrener Kolleginnen und Kollegen in Vergessenheit gerät. Aus diesem Grund hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh) die Zertifikate Rheumachirurgie entwickelt. Aufgrund der zunehmenden Spezialisierung in der Orthopädie und Unfallchirurgie richten sich diese DGORh-Zertifikate Rheumachirurgie an Spezialisten für Handchirurgie, Fuß- und Sprunggelenkchirurgie, Hüfte- und Kniechirurgie sowie Schulter- und Ellenbogenchirurgie. Diese Spezifizierung soll es ermöglichen, dass auch künftig Patientinnen und Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen fachgerecht chirurgisch und konservativ versorgt werden. Generalistisch chirurgisch ausgebildete Rheumachirurgen haben die Möglichkeit, das DGORh-Zertifikat spezielle Rheumachirurgie zu erwerben. Die Prüfung der eingereichten Unterlagen und die Zertifizierung erfolgt über das Sekretariat der DGORh, die notwendigen Onlineseminare werden auf dem Portal der AOUC eingestellt. Die Voraussetzung für die Zertifizierung ist die Mitgliedschaft in der DGORh. Auf einem Einführungsseminar zur perioperativen Medikation (Basiskurs), welches alle Kandidaten absolvieren müssen, bauen dann jeweils 1–2 Onlineseminare im Spezialgebiet auf. Diese richten sich an erfahrene Chirurginnen und Chirurgen und vermitteln die Tipps und Tricks sowie die Fallstricke in der chirurgischen Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen nach Absolvierung der Kurse in der Lage sein, diese Patientinnen und Patienten fachgerecht zu versorgen. Die Zertifikate haben eine Gültigkeit von 3 Jahren. In dieser Zeit muss eine gewisse Anzahl rheumachirurgischer Eingriffe sowie die Fortbildung in der Rheumachirurgie nachgewiesen werden. So wird sichergestellt, dass die Zertifikatinhaberinnen und -inhaber stets auf den neuesten Stand der Wissenschaft therapieren. Wie sich die Anforderungen der einzelnen Zertifikate zusammensetzen zeigt die Tabelle 1. Weitere Informationen zu den DGORh-Zertifikaten Rheumachirurgie finden Sie
unter www.dgorh.de. Alternativ können Sie auch eine Anfrage per Email an das DGORh-Sekretariat unter
iinfo@dgorh.de senden.
Kommission Zertifikate Rheumachirurgie der DGORh: Ralph Gaulke, Martin Arbogast, Ludwig Bause, Christoph Biehl, Kathryn Hassel und Hans-Dieter Carl
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