Übersichtsarbeiten - OUP 04/2026
Sekundäre SchultersteifeIndikationen, diverse Techniken und Prognose der arthroskopischen Revisionsoperationen
Interessenkonflikte:
Beide Autoren geben an, dass kein Interessenskonflikt besteht. Die Präsentation des Themas ist unabhängig und die Darstellung der Inhalte produktneutral.
L.V. von Engelhardt weist auf folgende Beziehung hin: Aufwandsentschädigungen für Vorträge, Einsätze als Instruktor bei Operationskursen, Hospitationskursen, dem fachlichen Austausch und Beratungen von den Firmen Corin, Microport, Fx Solutions und Arthrex.
R. Hudek weist auf folgende Beziehung hin: Aufwandsentschädigungen für Vorträge, Einsätze als Instruktor bei Operationskursen, Hospitationskursen, dem fachlichen Austausch und Beratungen von den Firmen Conmed und Permedica.
Korrespondenzadressen
Prof. Dr. med. Lars Victor
von Engelhardt
Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin am Klinikum Peine
Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover
31226 Peine &
Universität Witten/Herdecke
58455 Witten
PD Dr. Robert Hudek
Sektion Schulter- und
Ellenbogenchirurgie
ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg
20459 Hamburg
robert.hudek@atos.de
CME-Fragen:
1. Welche Aussage beschreibt die primäre Schultersteife am zutreffendsten?
Sie entsteht immer nach einem Trauma.
Sie ist meist Folge einer Rotatorenmanschettenruptur.
Sie ist eine idiopathische entzündlich-fibrotische Erkrankung der Gelenkkapsel.
Sie wird primär durch Implantatprobleme verursacht.
Sie entsteht ausschließlich nach Operationen.
2. Welches Merkmal unterscheidet die sekundäre von der primären Schultersteife?
Ausschließlich aktive Bewegungseinschränkung
Fehlen von Schmerzen
Ausschließlich kapsuläre Veränderungen
Vorliegen einer identifizierbaren Ursache wie Trauma oder Operation
Ausschließliche Beteiligung des Subakromialraums
3. Welche Aussage zum Verlauf der primären Schultersteife ist richtig?
Sie heilt immer innerhalb von 4 Wochen aus.
Sie verursacht keine Schmerzen.
Typisch sind Schmerz-, Steife- und Erholungsphase.
Sie erfordert immer eine Operation.
Die Beweglichkeit verschlechtert sich lebenslang.
4. Welche Aussage zur konservativen Therapie der primären Schultersteife trifft zu?
Forcierte Dehnungen sind in der Schmerzphase besonders sinnvoll.
Physiotherapie sollte grundsätzlich vermieden werden.
Kortikosteroide sind immer kontraindiziert.
In der entzündlichen Frühphase stehen Schmerztherapie und vorsichtige Mobilisation im Vordergrund.
Eine Operation sollte unmittelbar erfolgen.
5. Warum wird eine isolierte Manipulation unter Narkose kritisch beurteilt?
Sie verbessert die Beweglichkeit nicht.
Sie führt immer zu einer Reruptur.
Sie verursacht stets Infektionen.
Es können Komplikationen wie Frakturen, Luxationen oder Nervenverletzungen auftreten.
Sie ist technisch unmöglich.
6. Welches Ziel verfolgt das Release des Rotatorenintervalls bei der arthroskopischen Arthrolyse primär?
Verbesserung der Innenrotation
Verbesserung der Adduktion
Verbesserung der Glenoidversion
Verbesserung von Außenrotation und Flexion
Stabilisierung des AC-Gelenks
7. Welche Struktur muss beim inferioren Kapselrelease besonders geschont werden?
Nervus suprascapularis
Nervus radialis
Nervus musculocutaneus
Nervus axillaris
Nervus medianus
8. Welche Aussage zum posterioren Kapselrelease trifft zu?
Es verbessert ausschließlich die Abduktion.
Es wird grundsätzlich nicht empfohlen.
Es dient ausschließlich der Schmerzreduktion.
Es kann insbesondere die Innenrotation verbessern.
Es erhöht regelhaft die Schulterstabilität.
9. Welche Aussage zur Schultersteife nach Rotatorenmanschettenrekonstruktion ist richtig?
Jede frühe Schultersteife erfordert sofort eine Revision.
Eine frühe Schultersteife ist immer Ausdruck einer Reruptur.
Viele frühe Steifen bessern sich unter fortgesetzter Rehabilitation spontan.
Eine frühe Schultersteife verschlechtert stets die Sehnenheilung.
Eine konservative Therapie ist grundsätzlich wirkungslos.
10. Welche Aussage zur Prognose nach arthroskopischer Schulterstabilisierung mit nachfolgender Schultersteife ist richtig?
Eine Arthrolyse sollte immer frühzeitig durchgeführt werden.
Die Beweglichkeit hat Vorrang vor der Stabilität.
Die konservative Therapie spielt keine Rolle.
Return-to-Sports ist grundsätzlich nicht möglich.
Die Indikation zur Arthrolyse muss gegen eine mögliche Verschlechterung der Schulterstabilität abgewogen werden.
Die Teilnahme an der CME-Fortbildung ist nur online möglich auf der Website www.online-oup.de.
